Jenseits von Schanghai

Eugen Fleglers Chinabilder 1936-1938

 


 „Noch schlägt der Puls der alten Zeit in Schanghai, doch es scheint dem Untergang geweiht. Wie eine Uhr,
die jemand in der Wüste liegengelassen hat.“

 

Wystan Hugh Auden und Christopher Isherwood:
Reise in einen Krieg



 

Ende der dreißiger Jahre ging Eugen Flegler als Professor für Elektrotechnik nach Schanghai. Die Fotografie war seine große Leidenschaft; nie verließ er ohne seine Leica das Haus. Er fotografierte überwiegend Alltagsszenen und Reiseimpressionen, aber auch dramatische Momente des Krieges. Als einer der wenigen Ausländer zog er das beschauliche Landleben dem hektischen Treiben der Millionenstadt vor. So stellen seine Bilder denn kostbare Dokumente des Lebens in der chinesischen Provinz dar -  und zugleich eine fotografische Augenweide. Sie entführen uns auf eine Zeitreise und eröffnen den Blick in eine ferne, untergegangene Welt.

Eugen Flegler (1897 – 1981) wirkte zuletzt als Rektor der RWTH Aachen. In seinem Nachlaß wurden etwa 600 Bilder aus jenen Jahren in China entdeckt. Sie werden hier zum ersten Mal veröffentlicht. Das Buch erscheint als Begleitband zur gleichnamigen Ausstellung, die vom Konfuzius-Institut Düsseldorf produziert wurde.

 

©  Eugen Flegler

„Obwohl Flegler Amateurfotograf war, bestechen seine Bilder mit durchdachtem Aufbau und typischen Szenen. Einige erinnern an die seiner berühmten Zeitgenossen Andreas Feininger und Henri Cartier-Bresson.“

Die ausländische Presse

 

©  Eugen Flegler

„Flegler erlebte die prekäre Endzeitstimmung kurz vor dem Ausbruch des Zweiten Weltkriegs in der Metropole am Jangtsekiang. Nie verließ er das Haus ohne seine Leica. Das eindrucksvolle Resultat ist jetzt erstmals zu sehen – im Düsseldorfer Konfuzius-Institut und in einem begleitenden, zweisprachigen Fotobuch.“

Bonner Generalanzeiger

 

©  Eugen Flegler

„Es war eine von Ausländern nur selten besuchte Welt. Aber auch die chinesischen Fotografen konzentrierten sich auf die Städte. Es gibt daher kaum hochwertige Fotografien aus dem damaligen Alltag abseits der Metropolen – außer den rund 600 Bildern aus dem Nachlaß Eugen Fleglers.“

mare

 

 

 

Jenseits von Schanghai

Eugen Fleglers Chinabilder 1936–1938

 

herausgegeben von Stefan Schomann, Nicoline Hake und Cord Eberspächer

Reproduktion und Neuinterpretation: Walter Mayr

Dölling und Galitz Verlag, München/Hamburg 2010

ISBN 978-3-86218-000-4

16,80 €

 

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