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Die Heimat der Bohémiens

Reisende waren es, Vaganten und Voyageure, fahrendes Volk. Sie durchwanderten die Jahrhunderte, durchzogen Gebiete mit so märchenhaften Namen wie Laristan und Luristan, Konstantinopel und die Walachei. Heute leben sie überwiegend seßhaft. Aber sind sie deshalb angekommen, die Roma, Sinti, Gypsies, Gitanos, Zigeuner, Lowara, Lalleri, Calé, Manouches und Ursari? Dieses Volk, das viele Namen hat, aber nur wenige Freunde?
Seit vielen Jahrhunderten schon leben sie in Europa; fast immer am Rande der Gesellschaft. Doch nur in einer Stadt ist ihnen ein eigenes Museum gewidmet: in Brünn. In der ZEIT Nr. 17 vom 19. April berichte ich von dieser ungewöhnlichen Institution, die mitten in ihrem Thema liegt, im Stadtteil Zábrdovice, in dem die Mehrzahl der rund 15.000 Brünner Roma lebt.
Die Schweizer Weltwoche brachte gerade einen bösartigen Artikel über die Roma - es schien uns geboten, einen zivilisiertere und unbefangenere Annäherung an diese Minderheit zu versuchen.
Eine versunkene Welt
Nachdem sie zuletzt im spektakulären Museum von Ningbo Station machte, ist die von mir kuratierte Ausstellung mit historischen China-Fotografien nun in Wuppertal zu sehen. Das Historische Zentrum und Engels-Haus zeigt sie bis 8. Juli 2012. Im Rahmen der Ausstellung lese ich am 1. Juni um 19 Uhr aus meinem Schanghai-Buch.
Wuppertal ist bereits die siebte Etappe dieser Ausstellung; in Kanton wird sie dann ab 11. Juni in der Städtischen Bibliothek zu sehen sein.
Kinostart
Von Paul Rosdy, einem befreundeten Wiener Filmemacher, läuft gerade ein neuer Dokumentarfilm in den Kinos an: Der letzte Jude von Drohobytsch. Ich kann ihn wärmstens empfehlen.
Ein Fest für die Pferde
Alljährlich zum Martinstag findet in Golegã im Hinterland von Lissabon die Feira Nacional do Cavalo statt. Zu diesem Festival rücken 3000 Pferde aus ganz Portugal an. Die Straßen hallen wider vom Klacken der Hufe auf dem Kopfsteinpflaster, die Transporter rangieren durch die Gassen, und auf jeder verfügbaren Weide grasen Lusitanos. Die Sattler und Hufschmiede, die Tierärzte und Rossebändiger, der Landadel und die Stallknechte, die Züchter, die Reiter und die Amazonen - alle strömen nach Golegã.
Die eigentliche Geschichte kommt erst noch; ein kleiner Vorgeschmack erwartet Sie hier.



